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Das Team des martas-Hotels Albrechtshof hat den Vorstand der Berliner Gasthausmission auf der diesjährigen Mitgliederversammlung mit einer Spende von 5000 Euro überrascht. Als ihr Mitglied legt martas mit jeder Hotelübernachtung innerhalb eines Kalenderjahres einen Euro für soziale Zwecke zur Seite, um deren Arbeit und Verantwortung zu unterstützen. Erstmals wurde hierbei auch die GaMi berücksichtigt. Das unterstreicht die besondere Verbindung zwischen Gasthausmission und dem Haus in der Albrechtstraße. Die Adresse Albrechtstraße 17 ist die Basis der Berliner Gasthausmission – unter anderem! Dort existiert seit 1910 ein Hotel mit christlichem Profil. Gegründet als Kellnerheim für die leibliche und seelsorgerische Versorgung von Mitarbeitenden der Gastronomie (damals schon!), hat es zwei Kriege, die deutsche Teilung, Mauerbau und Mauerfall überstanden und dabei einiges gesehen und erlebt. Könnte das Haus reden, erzählte es von der Begegnung mit Martin Luther King 1964 (der dort ein Abendessen einnahm), oder davon wie es war, direkt neben der Stasi-Wache Mitte zu stehen, in Sichtweite zum Bahnhof Friedrichstraße. Heute trägt das Hotel den Namen Allegra.
Der direkt gegenüber liegende Albrechtshof (Albrechtstraße 8) war zu DDR-Zeiten das einzige größere nicht-staatliche Hotel in der Hauptstadt der DDR und damit eine rege genutzte Anlaufstelle für Politiker, Journalisten, Bürgerrechtler. Zugleich galt es als Familientreff für Ost und West. Bis Mitte der 1990er Jahre als „Hospiz am Bahnhof Friedrichstraße“ war es in der ganzen DDR aber auch im Westen bekannt. Hospiz, der Ausdruck bezog sich dabei auf die jahrhundertealte Tradition christlicher Beherbergung.
Fotos: T. Kasischke / K.-D. Richter


