Veränderungen kommen schleichend oder mit einem lauten Schlag.

Die Veränderung vor drei Jahren kam erst leise mit einem kleinen, heimtückischen Virus.

Die Veränderung in diesem Jahr begann mit einem Kanonenschlag.

Jede Veränderung erfordert eine Reaktion. Dann heißt es, einen kühlen Kopf bewahren und Entscheiden, Handeln, Beten!

Die Pandemie hat unsere Gesellschaft auf eine Zerreißprobe gestellt. Und die Gastronomie vor ungeahnten Herausforderungen. Es scheint, als hätten wir diese Herausforderung gemeistert. Solidarisch und im Gebet!

Der Überfall auf die Ukraine erfordert im Prinzip die gleiche Reaktion: Einen kühlen Kopf bewahren, die richtigen Entscheidungen treffen, entschlossen Handeln und Beten!

In diesem gefährlichen Getöse der Welt vor unserer Haustür, in dem Geschrei der Parolen und im Schreien der Opfer brauchen wir auch Zeichen der Hoffnung.

Darum haben wir Ostern gefeiert. Trotzdem!

Ich vermag nicht zu beurteilen, ob es richtig ist, bestimmte Waffen zu liefern. Aber ich kann im Rahmen meiner Möglichkeiten solidarisch sein und helfen. Und Beten!

Selbstverständlich Beten für die Opfer. Beten für die Weisheit der Entscheider und Beten für die Täter.

Denn was wir in der Gastronomie jetzt brauchen ist Frieden. Nur im Frieden können wir gute Gastgeber sein.

Klaus Sczesny

(Referent der Berliner Gasthausmission)