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Jeder hat gern recht. Ist ja auch ein gutes Gefühl, wenn ich mal wieder irgendeinem Dummbax gezeigt habe, dass er keine Ahnung hat. Aber was macht das mit meiner Beziehung zu diesem Menschen? Wie geht es demjenigen, der immer wieder zu hören bekommt, er weiß nichts, kann nichts und ist nicht gut genug?


Natürlich sollen wir die Wahrheit sagen. Aber bekanntlich gibt es oft mehrere Wahrheiten. Jesus Christus, der unser Vorbild ist, wird auch das Licht der Welt genannt. Die Aufforderung an uns heißt: Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit (Epheser 5, 8-9).
Ist denn Güte wichtiger als Wahrheit und Recht haben? Eine schwierige Frage. Eine gute Antwort darauf fand ich in einem Gedicht von Jehuda Amichai, einem deutsch-israelischen Lyriker:
An dem Ort, an dem wir recht haben, werden niemals Blumen wachsen im Frühjahr. Der Ort, an dem wir recht haben, ist zertrampelt und hart wie ein Hof. Zweifel und Liebe aber lockern die Welt auf wie ein Maulwurf, wie ein Pflug. Und ein Flüstern wird hörbar an dem Ort, wo das Haus stand, das zerstört wurde. (Jehuda Amichai).
In diesem Sinne: Lassen Sie es in Ihrem Herzen Frühling werden!
Das wünscht Ihnen
Ihre Susanne Hornauer (Referentin Gasthausmission)